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Projekt A.P.P.C.A.
Gesellschaft zur Unterstützung von Personen mit celebralen Lähmungen und motorischen Besonderheiten
Zur Situation von Kindern mit Behinderung in Ecuador
Ganz grundsätzlich möchte ich vorausschicken, dass das Sozialwesen Ecuadors über wenig Mittel verfügt und damit auch kaum Sozialgelder verteilen kann. Das bedeutet, dass Familien mit einem Kind mit Behinderung auf sich gestellt sind. Als Folge davon steht ihnen kaum medizinische, therapeutische und pädagogische Begleitung zur Verfügung.
Auf dem Land sind Menschen mit Behinderung integrierter als in der Stadt. Sie wachsen im Familienclan auf, werden oft über weite Strecken in die Schule getragen, wo sie mit Kindern ohne Behinderung am Unterricht teilnehmen, jedoch ohne jegliche Begleitung bei besonderen Bedürfnissen. In den Städten und Agglomerationen werden Kinder mit Behinderung entweder versteckt oder an den Strassenrand gesetzt zum Betteln. Wenn die Eltern nicht wohlhabend sind und sich eine private Lehrperson für den Unterricht ihres behinderten Kindes anstellen können (und das sind sie Wenigsten), fällt jegliche Bildung aus, notwendige medizinische und/oder therapeutische Begleitung fehlt.
Zur Geschichte von A.P.P.C.A.
Aus der oben beschriebenen Situation heraus hat sich 1982 in Cuenca, einer lebendig Kolonialstadt in der Mitte des Landes, eine Gruppe zusammen gefunden, um Kinder und Jugendliche mit cerebralen Lähmungen und/oder motorischen Besonderheiten zu unterstützen, ihren eigenen Möglichkeiten entsprechend Fähigkeiten zu entwickeln und zu entfalten.
Um offiziell anerkannt zu werden, gründete diese Gruppe im selben Jahr die Vereinigung: "ASOCIACION PRO-SUPERACION DE LA PERSONA CON PARALISIS CEREBRAL DEL AZUAY" und ist seither beim Sozialministerium als öffentlich rechtliche Institution eingetragen. Anschliessend eröffnete sie ein Institut, in dem seit zwanzig Jahren gearbeitet wird und zur Zeit 60 Kinder und Jugendliche fünf Tage die Woche auf einem Gelände von 2'500 m2 für sie notwendige Begleitung finden.
Die Unterstützung der Institution ist sehr effizient: jährlich können mehrere Kinder in die Regelschule integriert werden, Jugendliche finden ihren rehabilitatorischen Abschluss und alle nehmen regelmässig am allgemeinen Sozialleben der Stadt Cuenca teil.
Im Weiteren hat die Institution Elternarbeit entwickelt (in Ecuador bis jetzt einzig), welche die Eltern unterstützt, ihre Orientierung zu finden, Akzeptanz aufbauen zu können für ihr Kind mit Besonderheit und dessen Entwicklung zu unterstützen.
Nicht zuletzt hat sich die Institution zum Ziel gesetzt, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten zur grösseren gesellschaftlichen Akzeptanz ganz allgemein von Menschen mit Behinderung und damit zu deren Integration in der Gesellschaft mit gleichen Rechten, wie sie für Menschen ohne Behinderung gelten.
Das Institut verfügt über folgende Angebote:
Schwerpunkte des Institutes sind: Forschung, Prävention, Behandlung, Schule für besondere Bedürfnisse und Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen mit cerebralen Lähmungen und/oder motorischen Besonderheiten, damit sie ihre Möglichkeiten und Potentiale grösstmöglichst entfalten können.
Spezielle Angebote dafür sind:
- Förderung und Entwicklung von Forschung in den Bereichen Pädagogik, Medizin, Physio-, Ergo- und Logotherapie, öffentliche Gesundheit und verwandte Gebiete.
- Förderung menschlicher Ressourcen in diesem Gebiet
- Nationale und internationale Kontakte pflegen mit Institutionen, die ähnliche Ziele verfolgen
- Information über cerebrale Lähmung und andere motorische Besonderheiten für die Öffentlichkeit
- Die soziale, schulische und berufsmässige Integration erleichtern.
Zur finanziellen Situation
Der ecuadorianische Staat ist ökonomisch am Boden. Wie überall, so zeigt es sich auch hier: diese schwierige Situation trifft die Schwächsten am Deutlichsten:
Die staatliche und private Unterstützung ist höchst ungenügend, die Subventionen unregelmässig und die Gaben sind wegen der allgemeinen miesen und unsicheren ökonomischen Situation dermassen zurück gegangen, dass das Defizit der Institution rapide gestiegen ist.
Um dieses Projekt weiterführen zu können, braucht die Institution jährlich 50'000 U$.
Visionen
Das Institut musste leider feststellen, dass die Jugendlichen, die bei ihnen die Rehabilitation abgeschlossen haben, selten eine Arbeitsstelle in der freien Wirtschaft finden können. Deshalb möchte die Vereinigung ein Arbeitsfeld schaffen, das den besonderen Bedürnissen ihres Klientels entspricht und ihren Fähigkeiten angepasst werden kann. Eine Möglichkeit sieht sie in der Gründung einer biologischen landwirtschaftlichen Kooperative. Auf einem Gelände sollen Samen gewonnen-, Setzlinge gezogen-, Gemüse gepflanzt und auf dem berühmten Markt in Cuenca verkauft werden. Ein derartiges Projekt bietet verschiedenste Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten.
Um in Ecuador ein solches professionelles Projekt lancieren zu können, braucht die Institution ein Startkapital von rund 143'000 U$.
Brücke bauen nach Ecuador
Als Ehrenmitlgied dieses Vereins möchte ich eine Brücke schlagen zwischen Europa und Ecuador. Ich bin dabei, in der Schweiz eine Stiftung zu gründen mit dem Zweck, dieses Projekt fachlich und finanziell zu unterstützen.
Wenn Sie den Originaltext über dieses Projekt in Spanisch lesen möchten (PDF-Format), dann klicken Sie hier: proyecto_appca.pdf
Nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf, wenn Sie das Projekt unterstützen möchten (info@aiha-zemp.com)
Fachlich tatkräftig werden:
- Als Chirurge oder Orthopäde (z.B. hie und gratis operieren in Cuenca)
- Als Physio-, Ergo- oder Logopädin Austausch im Institut und Weiterbildung anbieten
- Als Zivildienstleistender seine Dienste zur Verfügung stellen
- Als PraktikantIn in Austausch gehen
Materielle Unterstützung:
Das Projekt braucht nicht nur Geld, sondern auch Medikamente, Kleider für Kinder und Jugendliche und einen Computer.
Aber in erster Linie auch finanzielle Unterstützung. Wenn der Stiftungsrat nominiert ist, werden wir in der Schweiz ein Stifutngs-Konto eröffnen, wo sie Ihre Gabe überweisen können. Über die Verwendung dieser Gaben können Sie jederzeit beim Stiftungsrat Informationen einholen. Als Ehrenmitglied des Vereins in Ecuador werde ich dem Stiftungsrat in der Schweiz über die Verwendung der Gelder hier Rechenschaft ablegen.
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